Eisstupa

Der Guttanner Eisstupa ist Teil eines Forschungsprojektes der Universität Fribourg. Indem die Erkenntnisse des Projektes in Ladakh unmittelbar zur Anwendung kommen, leistet Guttannen einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel im indischen Himalaya.

Von Eis zu Wasser

Die in Bergregionen Jahr für Jahr ablaufenden Schmelzprozesse erfahren durch den Klimawandel eine neue Bedeutung. Das Wechselspiel von Werden und Vergehen erhält eine existentielle Dimension.

Der jährlich an dieser Stelle errichtete Eisstupa – ein künstlich hergestellter Eiskegel – dient der Untersuchung von Gefrier- und Schmelzprozessen. Der Eisstupa stammt ursprünglich aus der nordindischen Region Ladakh. Diese gilt als niederschlagsarm; der Klimawandel hat zudem zu einem drastischen Niederschlagsrückgang geführt. Als mögliche Antwort darauf erfand der indische Ingenieur Sonam Wangchuk den Eisstupa. In der kalten Jahreszeit wird Wasser aus den Flüssen des Himalayas in die trockenen Landwirtschaftsgebiete geleitet und mit Sprinklern versprüht. Die so entstehenden Eiskegel speichern das Wasser. Im Frühling versorgen die schmelzenden Stupas die Felder mit Wasser.

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