Das Wetter und wir

  • 28 Stationen
  • 2.8 KM
  • 2.5 Stunden

Der Themenpfad ‹Das Wetter und Wir› zeigt in Ton und Text, was es für die Bevölkerung Guttannens heisst, mit Wetterextremen und Klimawandel umzugehen. Wie prägt das Wetter den Dorfalltag? Wie geht die Bevölkerung mit Extremereignissen um? Und welche Rückschlüsse lässt das Wetter über die Entwicklung des Klimas zu? Der Pfad führt entlang von 28 Stationen, an denen Guttannerinnen und Guttanner von ihren Erfahrungen und ihrem Umgang mit Wetter und Klima erzählen.

Sie sind 1000 km von Guttannen entfernt. Kommen sie vorbei!

Der Themenpfad

Schnee, Regen, Wind: Seit jeher wirkt das Wetter auf den Alltag der Guttannerinnen und Guttanner ein. Auch mit extremen Wetterereignissen kennt sich die Dorfbevölkerung aus – lange Winter, Lawinen und heftige Föhnstürme sind keine Seltenheit. Die Menschen in Guttannen haben gelernt, mit diesen Natureinflüssen umzugehen. Sie beobachten das Wetter, den Berg, passen ihr Verhalten an. Und sie lassen sich auch von Extremereignissen nicht unterkriegen – das Dorf rückt in solchen Momenten noch näher zusammen.

Die Verbundenheit mit dem Wetter macht die Guttannerinnen und Guttanner zu Zeugen eines schleichenden Wandels: Sich zurückziehende Gletscher, steigende Schneefallgrenze, heftigere Niederschläge, auftauender Permafrost. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen in der Schweiz insbesondere die hoch gelegenen Regionen. Guttannen bekommt dies in besonderem Masse zu spüren.

Ein Dorf erzählt

Schnee, Regen, Wind: 26 Dorfbewohnerinnen und Bewohner erzählen in kurzen Audiobeiträgen, wie sich das Wetter auf ihren Alltag auswirkt. Und wie sie mit den Folgen des Klimawandels umgehen.

Hörprobe zum Thema Zukunft im Bergdorf

--:--
--:--

Alle beteiligten Personen

Alena, 2013
Ist begeistert vom Wannisbordsee und klettert dort gerne auf den Steinen herum.
Peter von Bergen, 1955
Passionierter Strahler. Als alteingessener Bodener Zeuge der zerstörerischen Kraft der «Bänzlouwi» im Lawinenwinter 1999. Möchte trotz aller Gefahren nicht wegziehen vom Boden.
Daniel Bürki, 1964
Der Liebe wegen zugezogen. Heute quasi ein Einheimischer und leidenschaftlicher Wetterbeobachter und Fotograf Guttannens. Mitarbeiter der Kraftwerke Oberhasli und Präsident der Schwellenkorporation Guttannen.
Dofi, 2012
Dofi badet im Sommer gerne und geht für die Schafe heuen.
Elena, 2010
Ist im Sommer gerne in der Badi und am Heuen.
Gian, 2010
Geniesst im Sommer die Sonnenuntergänge und die Spielabende in der Alphütte.
Johanna Huber, 1946
Hobby-Botanikerin und leidenschaftliche Naturfotografin. Bei Sonnenschein im Garten, bei Regenwetter beim Pilzsuchen im Wald anzutreffen.
Janis, 2013
Freut sich, dass man im Frühling wieder mit dem Skateboard und Velo fahren kann.
Alexandra Kehrli, 2003
Kauffrau bei den Kraftwerken Oberhasli. Schätzte als Kind die Nähe zu anderen Kindern und das Zusammensein draussen bei jedem Wetter. Noch heute packt sie auf dem Hof der Eltern mit an.
Vreni Kehrli, 1970
Landwirtin mit 30 Kühen. Schon als Kind in die Arbeit auf dem Hof miteinbezogen, ist ihr Alltag ganz auf die Rhythmen der Jahreszeiten, Klima und Wetter ausgerichtet.
Leandro, 2014
Hilft im Sommer gerne beim Heuen.
Theo Maurer, 1962
Bergführer und Rettungschef SAC Oberhasli. Er erlebt die sich durch den Klimwandel verändernde Bergwelt hautnah. Und warnt vor den Konsequenzen, welche diese Veränderungen nicht zuletzt für Berggänger*innen haben.
Nick, 2008
Findet Schneeschuhlaufen ‹mega schön›.
Erwin Rufibach, 1955
Landwirt im Weiler Boden. Er kennt die Gefahren der Lawinen seit Kindsbeinen an. Trotzdem: die «Bänzlouwi» ist ihm ans Herz gewachsen. Er weiss, wann man sich in acht nehmen muss.
Andrea Scherling, 1970
Primarlehrerin in Guttannen. In dieser Funktion für sämtliche Schülerinnen und Schüler Guttannens zwischen der 1. und 5. Klasse verantwortlich. Versucht wann immer möglich, im Unterricht zu Erkundungstouren rund ums Dorf aufzubrechen.
Edi Schläppi, 1953
Pensonierter stellvertretender Strasseninspektor und während Jahrzehnten im Mittelpunkt des Interesses, wenn es im Frühling darum ging, über den Zeitpunkt der Grimsel-Passöffnung zu entscheiden.
Walter Schläppi, 1945
Ehemaliger Gemeindeschreiber Guttannens. Im Dorf aufgewachsen, führte ihn sein Berufsleben bis nach Vietnam – und schliesslich wieder zurück zum Berg.
Werner Schläppi, 1961
Inhaber der lokalen Schreinerei und Gemeindepräsident Guttannens. Möchte das Dorf mit einer Reihe von Initiativen nachhaltig entwickeln und damit nicht zuletzt Zuzüger*innen anziehen.
Seraina, 2010
Findet den Winter blöd und geht dann nicht gerne nach draussen.
Dres Thöni, 1953
Pensionierter Strassenmeister und Experte für Schneeräumungen. Als Baggerführer hat er viele Jahre die Passstrasse geräumt. Kennt den Schnee und seine Gefahren wie kein zweiter.
Erina Rufibach, 1951
Begeisterte Berggängerin und ehemalige Geschäftsführerin Kristallmuseum «Kristella». Seit 30 Jahren in Guttannen zu Hause und mit dem Wetter genauso wie mit den Menschen hier vertraut.
Jessica Rufibach, 1990
Mutter und Detailhandelsangestellte. Als Zugezogene musste sie den Umgang mit Wetter und Naturgefahren erst lernen. Heute kann sie sich – auch für ihre Kinder – kein anderes Leben mehr vorstellen.
Ruth Rufibach, 1960
Mitglied des Kulturvereins Bärenfrühling. Wohnhaft im letzten Haus Richtung Grimsel auf der Schattseite des Dorfes, hat sie den grossen Murgang 2005 aus nächster Nähe erlebt.
Monika Wampfler, 1988
Mutter von drei kleinen Kindern und Gemeinderätin von Guttannen. Wie schon für sie selber sind Dorf und Umgebung auch für ihre Kinder der schönste Spielplatz der Welt.
Edi Willener, 1955
Pensionierter Förster und langjähriger Waldbeobachter. Macht noch heute seine Rundgänge in den Wäldern rund um Guttannen und kennt alle alten Föhren in der Umgebung.
Urs Zuberbühler, 1969
Aus dem Unterland zugezogen, musste er sich erst an Wind und Wetter gewöhnen. Heute Lehrer in Guttannen und unermüdlich im Einsatz für Projekte rund ums Klima. Gastgeber der Ecocapsule in Guttannen.